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Mein Weg aus meiner Schüchternheit

Wenn ich auf mein Leben schaue, dann weiß ich, Veränderung ist so, so möglich.

Ich habe mich früher soooo schüchtern gefühlt. Ich hatte überhaupt keinen Zugang zu dem, was ich kann. Reden war meistens eine Qual.

Heute mache ich das, was ich liebe. Ich bin sichtbar geworden. Ich zeige mich. Mit all meiner Freude. Mit all meinen Herausforderungen. Mit all meiner Begeisterung.

Und weißt Du was. Ich mache es so unglaublich gerne. Immer, wenn ich mich neu kennenlerne, wieder etwas ausprobiere, in meinen Herausforderungen schwitze, weiß ich, dass mein Leben so viel lebendiger geworden ist.

Ich liebe dieses Leben sehr. Immer mehr einzutauchen, mir meinen Raum zu schenken und meiner Herzenstätigkeit nachzugehen, erfüllt mich zutiefst. Ja, ich liebe Entwicklung. Vor allem die Ent-wicklung von der grauen Maus in ein erfülltes, glückliches und buntes Leben :-)

Meine Hingabe gilt der Begleitung von Frauen in ihr zauberhaftes und einzigartiges Sein. Ihr Strahlen und ihre leuchtenden Augen sind magische und herzens-juchzende Momente für mich. Dem Leben bin ich zutiefst dankbar, dass es mich so viel hat lernen lassen. Denn wenn ich den Weg in mein Strahlen nicht selber Schritt für Schritt gegangen wäre (und immer noch gehe), könnte ich meine Erfahrungen nicht mit dieser Inbrunst meines Herzens weiter geben.

Ich war ein schüchternes und zaghaftes Kind

Die ersten Wochen meines Lebens habe ich im Brutkasten verbracht. 1966 bin ich 12 Wochen zu früh auf die Welt gekommen. Meine Eltern durften damals nicht zu mir, sondern konnten mich nur aus der Ferne durch eine Glasscheibe betrachten. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich habe mich unglaublich einsam gefühlt. Ich habe mich nicht willkommen und abgelehnt gefühlt. Durch Weinen und Schreien durfte ich meine Gefühle nicht ausdrücken, da meine Organe nicht ausgebildet waren. Ich wurde ruhig gestellt.

Heute weiß ich, welche Kraft in mir steckt, denn damals hieß es von ärztlicher Seite so oft, na, ob sie es wohl schafft. Ja, ich habe es geschafft.

Ich bin dieses ruhige Kind geblieben. Scheu und verunsichert habe ich in diese Welt geblickt. Doch auch, wenn ich oft still und in mich gekehrt war, war es in mir unglaublich lebendig. In meinem Inneren war es bunt und kreativ. Meine inneren Bilder und Reisen, meine Fantasie waren reich, außergewöhnlich und voller Farben. Allein der Ausdruck nach außen war zerbrochen. So, als stünde immer noch die Glasscheibe meines Brutkastens zwischen mir und der Welt.

Heute blicke ich nicht mehr durch Glas in diese Welt. Ich habe gelernt, meine reiche Innenwelt und meine Ideen nach Außen zu tragen. Dies war gerade zu Beginn ein einfaches Üben. Ich habe in meinem Inneren Bilder gesehen und habe diese in vielen Formen nach Außen gebracht. Ich habe gemalt, ich habe geschrieben, ich habe Ton geformt, ich habe getanzt. Ich habe mich ausprobiert und immer wieder in mich hinein gespürt, was mir am meisten Freude macht. Hängen geblieben bin ich zum Beispiel bei der Fotogestaltung. Ich liebe es, mit meiner Kamera spazieren zu gehen, zu fotografieren und dann diese Fotos zu bearbeiten. Hier bin ich Kind und versinke in Zeit und Raum.

Ich war eine leise, zurückhaltende und unsichere Schülerin

Ganz ehrlich. Schule war größtenteils grauenhaft für mich. Vom ersten Tag an hatte ich unglaubliche Angst, mich vor der ganzen Klasse zu zeigen. Allein der Gedanke, mich zu melden und zu wissen, dass alle Augenpaare auf mich gerichtet waren, hat mir die Röte ins Gesicht getrieben. Auch war ich bei so vielem, was ich wusste, sicher, dass meine Antwort lange nicht so originell und passend wie die Antwort meiner MitschülerInnen war. Also habe ich meistens geschwiegen. Niemand sollte schließlich über mich lachen.

Gerettet haben mich die schriftlichen Arbeiten und die Fächer, die ich geliebt habe. Denn spannend war schon damals, dass ich mich hier getraut habe, mich zu melden. Im Spanischunterricht war ich die Klassenbeste. Stell Dir vor, auch im Mündlichen. Zwar war ich auch hier nie entspannt, wenn ich vor der Klasse gesprochen habe, doch meine Begeisterung hat gesiegt. Ich habe es geliebt, wenn unser Lehrer uns Geschichten aus Südamerika erzählt hat. Ich war happy und mit freudiger Aufregung dabei.

Dies hat sich mir in meinem Leben immer wieder gezeigt. Dass ich meine Schüchternheit mit größerer Leichtigkeit überwinden kann, wenn ich begeistert bin. Es ist, als würde mich meine Freude stupsen, mich zu trauen.

Heute folge ich dieser Freude. Wenn ich mich traue, ist dies immer herausfordernd, doch die Freude steht an meiner Seite. Oft bin ich einfach glücklich, dass ich mich getraut habe. Vollkommen wurscht, wie das Ergebnis ausgesehen hat. Hey, ich habe mich getraut. Mich zu Wort zu melden in großer Runde, meine Meinung zu äußern, etwas Neues auszuprobieren. Das ist klasse.

Freude ist heute mein Kompass. Wo lacht mein Herz? Wo habe ich Spaß? Hier traue ich mich, immer mehr einzutauchen und mich auszuprobieren. Hätte ich zum Beispiel nicht so viel Freude daran, Videos zu drehen, wäre ich hier niemals am Ball geblieben.

Was ist mein Potenzial? Was kann ich denn überhaupt?

Nach meiner Schulzeit habe ich mich entschieden, Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Trotz meiner Schüchternheit und leisen Art wusste ich sehr klar, dass ich mit und für Menschen arbeiten wollte. Mein Herz hat immer für Menschen geschlagen und so habe ich mich auf das Personalwesen in Unternehmen konzentriert. Hier konnte ich mit meiner Scheu in die Richtung gehen, die ich mir gewünscht habe.

Als ich dann mit Mitte 20 angefangen habe, im Personalbereich eines Unternehmens zu arbeiten, hat dies leider nicht so gut geklappt, wie es hätte klappen können. Denn die Mitarbeiter dieser Abteilung sind mit meiner leisen Art nicht klar gekommen. Sie wollten mich laut.

Leider war ich mir damals der Stärken gerade meiner ruhigen Art überhaupt noch nicht bewusst. Ich konnte wunderbar zuhören. Ich habe die Mitarbeiter, die zu mir gekommen sind, mit all ihren Problemen ernst genommen und mich für sie eingesetzt. Ich war Anlaufstelle. Ich war einfühlsam, wertschätzend und interessiert.

Heute weiß ich um das große Potenzial schüchterner Frauen. Es ist so bereichernd, sie in ihrer ruhigen und sanften Art zu bestärken. Und/oder sie an die Hand zu nehmen, so dass sie lernen, auch ihre lauten Seiten zu leben und zu zeigen.

Da ich damals noch kein Gefühl für mein reiches Potenzial hatte, habe ich mich verschämt und mit dem Gefühl, gescheitert zu sein, in den Zahlenbereich von Unternehmen zurück gezogen.

Wie ich als schüchterne Frau gewachsen bin und stark wurde

Da ich in der Welt der Zahlen gut, jedoch nicht erfüllt war, habe ich mir mit Mitte 30 diese Frage gestellt. Kathrin, was wünschst Du Dir denn wirklich? Und wieder bin ich bei meinem so großen Interesse und Herzen für Menschen angekommen. Als allererstes bei mir, denn ich wollte so gerne wissen, was da noch so alles in mir vergraben lag. Ich habe mir Selbstsicherheit und einen Zugang zu meinen Fähigkeiten gewünscht.

So bin ich Reisende geworden und habe die Reise zu mir und meinem Selbstbewusstsein angetreten. Voller Neugierde. Ohne geradlinig zu sein. Eher wie ein Schwamm, der viel zu lange im Trocknen gelegen hat. Da ich es geliebt habe zu tanzen und mehr darüber wissen wollte, wie ich ticke, habe ich mit einer tanztherapeutischen Ausbildung begonnen. Feng Shui und die Geistheilung folgten. Endlich war ich in meinem Element. Ich war glücklich, mich immer mehr auszuprobieren und immer besser kennenzulernen.

Auf diesem Weg ist mir klar geworden, welche Schätze in mir auf mich gewartet haben. Ich habe so einige Glaubenssätze und Glaubensgefühle über mich loslassen dürfen. Mehr und mehr habe ich gefühlt, dass ich genau in der Art, so wie ich bin, so wertvoll bin.

Kinderleicht war dieser Weg für mich nicht. Denn ich musste Trippelschrittchen für Trippelschrittchen lernen, mich zu zeigen. Puuh... Gerade am Anfang war dies eine ganz schöne Herausforderung für mich.

Dies hat sich auf meinem Weg zum Beispiel geändert:

Selbstbewusste Kleidung

Mit meinen Schritten aus meiner Schüchternheit hat sich meine Kleidung geändert. Als Kind habe ich rot geliebt. Noch heute habe ich meine roten Pullover und Röcke vor Augen, die ich so gerne getragen habe. Als Jugendliche und Erwachsene bin ich dann immer mehr in die graue und beigefarbene Kleidung abgerutscht. So war Verstecken leichter. Heute traue ich mich wieder, rot zu tragen. Mit rot fühle ich mich so wohl und in meinem Element.

Auch bunte und auffallende Ohrringe habe ich für mich entdeckt. So lange habe ich mir eingeredet, dass sie mir nicht stehen, weil ich einfach Scheu hatte, aufzufallen. Heute mag ich es, wie sie klimpern und meinen bunten Ausdruck unterstreichen.

Selbstbewusst reden

Früher habe ich sehr, sehr wenig gesagt. So oft war ich stumm. Obwohl sich so manches Mal Worte in meinem Inneren gebildet haben, habe ich sie dann doch nicht über meine Lippen gebracht aus Angst, mein Gegenüber findet sie blöd.

Heute finde ich meine Sprache wieder. Heute nehme ich mir Raum, wenn ich etwas erzähle. Das Schöne daran ist, dass ich es genieße. Ich genieße es, zuzuhören und ich genieße es zu sprechen. Ich genieße diese gegenseitige Kommunikation ohne Angst zu haben, dass ich mein Gegenüber langweile. Immer mehr komme ich so mit den Menschen in Kontakt, mit denen ich mich wirklich von Herzen gerne austausche.

Selbstbewusst vor der Kamera

Wenn früher eine Videokamera auf mich gerichtet war, bin ich starr geworden. Mein ganzer Körper hat sich angespannt, weil ich mich selber so unter Druck gesetzt habe. Jetzt musste es ganz besonders toll werden, denn alle konnten mich ja sehen. Verkrampft und unnatürlich habe ich einige Sätze gesprochen.

Doch… Mich hat die Kamera nicht los gelassen. Trotz meinem ganzen Stress habe ich bemerkt, dass es mir Freude macht, ein Video zu drehen. Immer wieder habe ich zu meinem Handy gegriffen und habe geübt. Ich habe mir Geschichten erzählt. Ich habe Grimassen geschnitten. Ich habe mich aufgenommen und die Filme wieder gelöscht. Immer wieder. Je länger ich dabei geblieben bin, desto größer wurde meine Freude. Auch Zoom-Sitzungen wurden mir mit der Zeit immer vertrauter.

Heute lade ich Videos auf Youtube und Facebook hoch und habe den größten Spaß, sie aufzunehmen und von meinen Erfahrungen zu berichten.

Selbstbewusst mit dem, was ich kann

Früher habe ich kein Gefühl dafür gehabt, was ich kann. Ich habe diesen immensen Schatz an Kreativität und Sensitivität nicht fühlen und somit nicht nutzen können. Je mehr ich mich heute jedoch ausprobiere und neu kennenlerne, desto mehr bekomme ich ein Gefühl für diesen Schatz, den ich da in mir trage.

Dies ist solch ein berührender Prozess, diese Leere und Wertlosigkeit mit Fülle und Wertschätzung anzureichern.

Selbstbewusst in Beziehungen wachsen

In Beziehungen, auch in meiner Ehe immer mehr in mein Selbstbewusstsein zu gehen und zu erkennen, dass mein Gegenüber und ich, dass wir beide gleich-wertig, gleich wertvoll sind, war und ist ein sehr lebendiger und berührender Prozess für mich. War ich früher auf das Wohl alleine meines Gegenübers ausgerichtet, frage ich mich heute, wie ich mich fühle, worauf ich Lust habe, was ich machen möchte. So hat das Wort Nein viel öfter Einzug gehalten in meinem Leben als zuvor. Habe ich Lust zu wandern? Nein. Ich habe Lust zu tanzen. Das Nein hat mich dabei von meinen wahren Freunden nicht getrennt. Ganz im Gegenteil. Wir kommen uns näher, weil wahrer Austausch entsteht.

Meine Stärken auch in Unternehmen richtig eingesetzt

Interessant auf meinem Weg ist, dass sich mit meiner Entfaltung und meiner Entwicklung meine Tätigkeit in Unternehmen auch im Bereich der Zahlen sehr geändert hat.

  • Meine Freude, mit Menschen zu arbeiten, wurde plötzlich genutzt und ich wurde Ansprechpartnerin, wann immer es hieß, mit Kollegen in den Kontakt zu treten.

  • Bei Problemen war plötzlich ich erste Anlaufstelle, denn auf mich war Verlass.

  • Durch mein so großes Interesse an meinem Gegenüber haben immer wieder bereichernde Gespräche stattgefunden, die einen Einfluss nicht nur auf das Betriebsklima, sondern auch auf das Arbeitsklima hatten. Da, wo es zuvor gehakt hat, sind Abläufe in den Fluss gekommen.

  • Durch meine ruhige und zuversichtliche Art habe ich so manchen Stress aus Situationen nehmen können.

Heute weiß ich durch meine eigene Erfahrung, dass das Potenzial schüchterner Frauen in Unternehmen ganz anders genutzt werden kann. Ich habe es selbst erlebt und es ist mir ein großes Bedürfnis und eine tiefe Leidenschaft, hier Unternehmen zu sensibilisieren. Denn dies ist sowohl für die einzelne Mitarbeiterin als auch für das Unternehmen solch eine große Bereicherung.

Ich brenne dafür, hier viel mehr Licht ins Dunkle zu bringen. Licht und die Anerkennung für all die zarten, sanften, leisen und doch so unglaublich kraftvollen Eigenschaften und Fähigkeiten schüchterner Frauen.

Meine Hingabe an die Heilung

Meine Hingabe gilt der Heilung. Ich liebe es, schüchterne Frauen in ihre Kraft und in ihr Königinnen-Sein zu begleiten. Dadurch, dass ich diesen Weg selbst gegangen bin, weiß ich, dass so viel Schönes, Einzigartiges und Magisches möglich ist. Dieses Glück an andere Frauen weiter zu geben, erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit und Demut.

Sensitiv, einfühlsam, klar, fröhlich und kreativ. Dies bin ich, dies lebe ich heute und dies begleitet meine Arbeit. Habe ich mich früher nicht getraut, meinen Herzensweg zu gehen, liebe ich ihn heute umso mehr. Meine Ohren sind begeisterte Ich-höre-Dir-zu-Ohren. Mein Interesse an meinem Gegenüber ist ein kleiner Nimmersatt. Heilerin aus dem Herzen.

Genau hier weist mir mein Herz auch immer wieder meinen Weg. Mein Herz braucht es nicht rosarot, geschmückt mit zarten Bändchen. Mein Herz mag meinen ehrlichen Blick, um vorwärts zu schreiten. Mein Herz mag mutige Schritte, um immer mehr in meine Größe zu gelangen. Mein Herz ist fest verbunden mit der heilenden Quelle, mit meinen wunderbaren geistigen Freunden und Begleitern. Mein Herz streckt sich hoch und weit in den Himmel, mein Herz ist fest verankert mit diesem blauen Planeten.

Ich liebe dieses Leben. Zutiefst. Immer mehr einzutauchen, immer mehr kennenzulernen, zu genießen, zu lachen, den warmen Sommerwind zu spüren, mich auszutauschen, Fragen zu stellen, Antworten zu erhalten, mich überraschen zu lassen, zu inspirieren, beizutragen, all dies erfüllt mich.

Veränderung ist möglich. Dies lebe ich. Jeden Tag.

Meine Reise ist noch lange nicht zu Ende. Immer wieder finde ich Orte, wo ich mich früher versteckt habe. Immer wieder stehe ich in Situationen, wo ich früher ausgewichen bin. Immer wieder darf ich mich zeigen, darf mich trauen und meinen Mut an meine Seite bitten. Auf sanfte Art.

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